Archiv für April 2009

Centro Sociale muss bleiben!

Hier ein Aufruf einiger Anwohner_innen

Das Centro Sociale ist ein genossenschaftlich organisiertes soziales Zentrum in St.Pauli. Seit knapp einem Jahr positioniert sich das Centro gegen Kommerzialisierung, Gentrifizierung und Privatisierung im Viertel. Der STEG als Verwalterin der städtischen Immobilie, in der das Centro wohnt, scheinen diese Aktivitäten ein Dorn im Auge zu sein. Die Aktionen gegen das Centro gipfeln nun in einer fristlosen Kündigung zum 30.April. Zuvor hatte die STEG bereits einen Wettbewerb initiiert, der über die zukünftige Nutzung der Räumlichkeiten entscheidet. Gesucht wird ein unkommerzielles Stadtteilprojekt. Dabei wird übersehen, dass mit dem Centro bereits eine solche Nutzung besteht.

Die kompromisslose Haltung im aktuellen Mietvertrags-Streit macht deutlich, dass die STEG das Centro so schnell wie möglich los werden will. Obwohl Zahlungswilligkeit und Fähigkeit besteht werden Gespräche mit dem Centro seitens der STEG abgelehnt.

Unsere Aufgabe ist es jetzt als Anwohner deutlich zu machen, dass wir das Centro Sociale in der jetzigen Form erhalten wollen und es uns nicht von dahergelaufenen Verwaltern wegnehmen lassen.

Kommt zum Centro Plenum jeden Mittwoch um 19:00 Uhr.
Informiert euch unter www.centrosociale.de

SEI DABEI ODER SEI EIN FAULES EI

Verfassungsschutz und Ausländerbehörde erpressen Illegalisierten

Wie der Taz und der Mopo von heute zu entnehmen ist, hat der Verfassungsschutz in Zusammenarbeit mit der Ausländerbehörde einen 24-Jährigen Menschen dazu gernötigt als Spitzel für die Schlapphüte tätig zu werden. Nachdem er beim Schwarzfahren erwischt und in Untersuchungshaft gesperrt wurde (mit der Aussicht deer Abschiebung nach Marokko), wurde ihm von einem VS-Mitarbeiter die Aussicht auf einen Studienplatz und die Annahme seines Antrags aus Asyl in Aussicht gestellt – wenn er im Gegenzug die linke Szene Bespitzeln würde. Der junge Mann wurde zu Veranstaltungen unter anderem in die Flora und ins Café Knallhart an der Uni geschickt, um dort Kontakte zu knüpfen und darüber zu berichten. Auf solche miesen Tätigkeiten hatte er auf die Dauer keinen Bock und er brach den Kontakt zum VS ab. Jetzt soll er abgeschoben werden.

Auch in Berlin haben es die Staatlichen Repressionorgane auf studentische Proteste abgesehen. wie die Junge Welt meldet, hat dort die Polizei eine Vollversammllung an der FU zum Bildungsstreik komplett aufgezeichnet.

hERAUS ZUM eUROMAYDAY!

Für alle die am Freitag nicht nach Hannover fahren:
In immer mehr Städten gibt es alternative 1. Mai-Paraden. Leute, die keinen Bock auf Würstchenbuden und Sonntagsreden von Gewerkschaftsfunktionären haben, aber ihre Wut über Studiengebühren, Überararbeitung, Wenig Geld etc. zum Ausdruck bringen wollen, gehen auch in diesem Jahr zum Euromaday. Im folgenden der Aufruf

EUROMAYDAY009 KRISENFEST
Sie kennen uns nicht? Ihr kennt uns. Wir sind keine Leute, die jammern.
Krisenfest zu sein ist unser Alltag. Eine kleine Umfrage unter uns erbrachte:
keine Wertpapierverluste, keine Insolvenzen, Sparquote nach wie vor stabil bei Null, in der Arbeitswelt immer noch wahlweise prekär verdienend, erwerbslos oder Praktikantin.
Euromayday005 haben wir behauptet: So wie es ist, kann es nicht bleiben. 2009 feiern wir krisenfest. Endlich Schluss mit dem Gerede von kein Geld. Feierabend für die Marktschreier von TINA (?There Is No Alternative? by M. Thatcher). Unsere Fragen und unsere Sorgen haben sich nicht erledigt. Im Gegenteil, sie brennen unter den Nägeln: Woher kommt morgen mein Geld? Wie sicher ist mein
Job? Wie überleben ohne Papiere? Wohin mit den Kindern? Weshalb macht der Kerl nicht den Haushalt? Was ist, wenn ich alt oder krank werde? Wem gehören die Städte?
Aber die, die haben fertig: Das Märchen vom Kaiser ohne Kleider, das ist die Melodie, zu der wir aufspielen.

Einige wünschen sich einen revanchistische, populistische Parade, bei der auf die Legitimationskrise richtig angestoßen wird. Andere wollen eine fette´Versammlung und einen Catwalk, bei der sich das andere Leben mal so richtig zur
Schau stellt. Nullo Problemo. Alles ist möglich. Ein neues Leben ? darauf stoßen wir an am 1.
Mai. Euromayday009. Krisenfest.

FR. 1.MAI // 14 UHR // MICHELWIESEN // EUROMAYDAY PARADE

http://hamburg.euromayday.org

Neulich in der Mensa

Bologna in der Mensa

Was tun? Den Bildungsstreik organisieren! Am Mittwoch um 18:30 Im Café Knallhart

Es gibt vieles, was uns an der Uni ganz gehörig stinkt. Es sind die kleineren und größeren Ärgernisse die der Uni-Alltag so mit sich bringt: Ärger mit Stine, Profs, die wegen Kleinigkeiten rumzicken, Pflichtveranstaltungen, die uns nicht die Bohne interessieren.
Es ist aber auch die Gesamtsituation: Kaum Freiräume, enorme Arbeitsbelastung, die Tatsache, dass alle Noten in die Abschlussnote miteinfließen, und es nicht für alle Masterplätze gibt… Ein enormer Leistungsdruck und wenig Raum um mal eigenen Interessen nachzugehen.
Eine Uni, die immer stärker nach wirtschaftlichen Interessen ausgerichtet ist, und bei der es vor allem darum geht, möglichst effizient Humankapital auszubilden. Und das geht dann einher mit Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt, bei denen es ebenfalls darum geht, möglichst viel Arbeit zu möglichst niedrigen Löhnen aus uns rauszuholen. Wir wollen nicht nur meckern. Wir können was dagegen tun. Vom 15.-20 Juni ist die Bundesweite Bildungsstreik-Aktionswoche. Dabei geht es darum mit zigtausenden von SchülerInnen, StudentInnen, Auszubildenden und vielleicht auch LehrerInnen und DozentInnen für eine andere Bildung auf die Straße zu gehen. In den Hochschulen und in den Schulen soll darüber gesprochen werden, wie wir uns eine andere Bildung vorstellen und mit vielfältigen Aktionen an die Öffentlichkeit gegangen werden.

Auch in Hamburg wird einiges gehen! Macht mit, kommt zur Informationsveranstaltung am Mittwoch, 29.04. um 18: 30 Uhr ins Café Knallhart (Ex-HWP, Von-Melle-Park 9)