Keine ungeschwärzten Kontoauszüge für die Uni!

Die Uni fordert derzeit Studierende auf, für Entscheidungen über Stundungen nach Landeshaushaltsordnung ungeschwärzte Kopien von Kontoauszüge einzureichen. Wir finden, dass es die Uni nichts angeht, in welchen Vereinen und Organisationen ihr etwa Mitgliedsbeiträge zahlt oder wo ihr euer Geld abhebt. Ob die Uni das überhaupt darf, wird derzeit vom Hamburgischen Datenschutzbeauftragten geprüft, Arbeitsagenturen – das könnte durchaus vergleichbar sein – dürfen das jedenfalls nicht. Wir fordern euch auf, der Uni bis auf weiteres erst einmal nur Kontoauszüge zu geben, in denen die Informationen zu den kleineren Buchungen geschwärzt sind.

Nachtrag: Der Hamburgische Datenschutzbeauftragte teilt mit, dass die Uni nun auch Kontoauszüge akzeptiert, in denen das Feld Betreff/Verwendungszweck geschwärzt ist, die Betragsspalten müssen jedoch lesbar bleiben.

Ein entsprechendes Anschreiben an die Uni könnt ihr etwa folgendermaßen formulieren:

Sehr geehrte Damen und Herren,
hiermit erhalten Sie die gewünschen Lohn-/Gehaltsabrechnungen, die Kopie meines Personalausweises und Kopien der gewünschten Kontoauszüge in teilgeschwärzter Fassung. Damit widerspreche ich auch ausdrücklich Ihrer Aufforderung zur Übersendung ungeschwärzter Kontoauszüge. Ich sehe mich durch Ihre Aufforderung solche zu übersenden in meinem Grundrecht auf informationelle Selbstbestimmung verletzt. Meiner Meinung nach geht es Sie beispielsweise nichts an, für Vereine und sonstigen Organisationen Mitgliedsbeiträge oder auch Spenden entrichte. Sollten Sie der Auffassung sein, dass tatsächlich ungeschwärzte Kontoauszüge erforderlich sind, so bitte ich dies in Ihrem Ablehnungsbescheid ausführlich zu begründen.

Mit freundlichen Grüßen
(Unterschrift)


1 Antwort auf “Keine ungeschwärzten Kontoauszüge für die Uni!”


  1. 1 Vermischtes « Entdinglichung Pingback am 11. Februar 2009 um 16:34 Uhr
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