Krisengewitter – Veranstaltung am 5.11.

Um besser verstehen zu können, was hinter der Finanzkrise steckt wollen wir eine Einführung geben und uns mit den Grundlagen beschäftigen, wie Krisen entstehen und welche Rolle der Finanzsektor spielt:

Am Mittwoch, 5.11. um 18:00 Uhr im Pädagogischen Institut Raum 213 mit Helmut Hösterey, Mitbegründer der Zeitung „Analyse und Kritik“.

Alle reden über die Finanzkrise. Was oft als abstrakte Bedrohung erscheint, macht sich jetzt schon auf den Konten nicht weniger Studierende bemerkbar. So wurden die Zinsen beim Studienkredit der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) gerade auf 7 % erhöht.

Dass die Krise nicht nur auf die Finanzmärkte beschränkt bleibt,, sondern dass wir einer ernsten Krise gegenüberstehen, wird mit einem Blick auf die Automobilindustrie deutlich: So plant der deutsche Konzern Daimler zwischen 6. Dezember und 18. Januar weite Teile seiner Produktionsstätten stillzulegen. Viele sprechen davon, dass die derzeitige Krise Ausmaße annehmen könnte wie die von 1929, als in großen Teilen der westlichen Welt Massenarbeitslosigkeit und Hunger ausbrachen. Um dem zuvorzukommen werden von Seiten der Bundesregierung Maßnahmen getroffen. Nachdem der Abbau des Sozialstaates jahrelang mit den angeblich so knappen Kassen begründet wurde, sollen jetzt 500 Milliarden Euro als Unterstützung für den wegen der aktuellen Krise angeschlagenen Bankensektor zur Verfügung gestellt werden – zum Vergleich: Der gesamte Bundeshaushalt 2008 sah bislang Ausgaben von 283 Milliarden Euro vor.

Was steckt hinter der „Finanzkrise“? Waren da ein paar Manager zu gierig? Können die geplanten „Rettungspakete“ oder kann eine stärkere Regulierung der Finanzmärkte dauerhaft Krisen abwenden? Oder ist die Tatsache, dass sich in einem derart großen Ausmaß verspekuliert wurde, Ausdruck einer Logik die der Art und Weise wie in kapitalistischen Gesellschaften Werte akkumuliert werden innewohnt?