Archiv für Februar 2008

Weiteres Vorgehen gegen Studiengebühren

DIE LINKE arbeitet mit Hochdruck an der Einbringung eines Gesetzesentwurfs zur Abschaffung der Studiengebühren. Vorraussichtlich wird dieser bereits am 12.3. in die Bürgerschaft eingebracht werden. Die CDU versucht, bereits vorher eine Koalitionsaussage mit GAL oder SPD hinzukriegen, damit diese dann nicht in unserem Sinne abstimmen.
Es bleibt also spannend. Wir werden euch hier auf dem laufenden halten.
Der AStA hüllt sich seit dem 2.2. in Schweigen obwohl er da korrekt festgestellt hatte, dass die Studiengebührenerhebung gescheitert sei. Schade, aber war wohl auch nicht anders zu erwarten.

Studiengebühren abgewählt!

Auch wenn die CDU ihre Mehrheit behalten hat, sie kann nicht alleine regieren. Da neben ihr nur SPD, GAL und LINKE in die neue Bürgerschaft einzogen, gibt es keine mögliche Koalition in der Studiengebühren gewollt werden.
Aber: Koalitionsverhandlungen haben es an sich, dass da auch Dinge zur Disposition stehen die vorher unbedingt gewollt wurden. Deshalb ist es wichtig, den politischen Druck jetzt nochmal zu erhöhen. Super ist, dass die LINKE eine parlamentarische Initiative starten will, mit der die Studiengebühren wieder abgeschafft werden. Mal sehen wie GAL und SPD da dann abstimmen werden.

Für gebührenfreie Bildung! – DEMONSTRATION am 21.2.2008, 17h ab Dammtor.

Die Studiengebührenboykotte haben gezeigt, dass die Ablehnung allgemeiner Studiengebühren weit verbreitet ist und es eine relevante Anzahl von Menschen gibt, die bereit sind für die Wiederabschaffung der Studiengebühren zu kämpfen.
Die allgemeine und breite Ablehnung der Studiengebühren ist so offensichtlich geworden, dass selbst die SPD erkannt hat, dass die Abschaffung von Studiengebühren eine gute Forderung im Wahlkampf sein könnte: „Der neue Bürgermeister schafft die Studiengebühren ab!“
Aber wird er das Tun? Seitens der Studierenden könnte es erforderlich sein, ihn an seine Wahlversprechen – eventuell sogar mit erhöhtem Druck – zu erinnern. Im übrigen ist überhaupt nicht sicher, dass der neue Bürgermeister Naumann heißen wird.
Wir werden unsere Politik für ein ganz anderes Anderes unabhängig vom Ausgang der Wahlen fortsetzen. Auch ein wiedergewählter CDU-Senat müsste sich neu mit der Frage nach der Bildungspolitik auseinandersetzen. Im Bereich der Schulpolitik läuft ein Volksbegehren für eine Schule für alle und auch wir werden unsere Politik so oder so fortsetzen. Dabei geht es nicht nur um die Studiengebühren sondern auch um die skandalösen Zustände in den neu geschaffenen Bachelor-Studiengängen.
Um also dem zukünftigen Bürgermeister (wer auch immer das sein wird) bereits vor der Wahl deutlich zu machen, dass wir eine radikale Änderung der Hochschulpolitik fordern, werden auch wir uns an der Demo am 21.2. beteiligen. Diese kann und wird aber nur der Auftakt sein für die kontinuierliche politische Auseinandersetzung über eine ganz andere Uni!

all change please!
alles muss anders werden. an der uni und im rest der welt.

Regenbogen/Alternative Linke
[ allchangeplease.blogsport.de ]
hoporat Uni Hamburg
[ www.hoporat-uhh.de ]

Stoppt den unnötigen Hausarbeiten- und Klausurenstress!

Mit der Einführung der Bachelorstudiengänge und der „Verwaltungssoftware“ Stine wurde in einigen Fächern der Druck auf die Studierenden enorm erhöht: Die Hausarbeiten müssen bis Anfang März abgegeben werden, in der Semesterendphase müssen teilweise mehrere Klausuren pro Tag geschrieben werden usw.
Interessanterweise gibt es auch Fächer, in denen das nicht so ist. Dort können die Hausarbeiten wie bisher üblich bis zum Ende der vorlesungsfreien Zeit abgegeben werden. Auch an anderen Universitäten gibt es wesentlich flexiblere Verfahren. Warum also diese Hektik in bestimmten Fächern? Gibt es einen Plan, die Studierenden zu knechten und sie in die „Verwertungslogik“ zu zwingen? Wir wissen es nicht. Fakt ist, dass in den Bachelor-Studiengängen wesentlich mehr Leistungsdruck besteht als in den vorangegangenen Magister-Studiengängen. Dieser Missstand wird oft mit „Sachzwängen“ begründet. Es sei (leider) durch den Bologna-Prozeß unumgänglich gewesen die Bachelor-Studiengänge in der bestehenden Form einzuführen. Doch das stimmt nicht! Es ist zwar richtig, dass auf europäischer Ebene vereinbart wurde, konsekutive Studiengänge mit Leistungspunktesystemen einzuführen, aber in dieser Vereinbarung steht nichts davon, dass mit diesem System eine massive Einschränkung der Wahlmöglichkeiten und extremer Stress zum Semesterende verbunden werden soll. Das liegt einzig und allein an der Umsetzung an der Universität Hamburg.
In der Konzipierungsphase wurde seitens des Präsidiums hauptsächlich darauf gedrängt, die Studienpläne der „noch anzuschaffenden Verwaltungssoftware“ (mittlerweile wurde Stine angeschafft) gemäß zu gestalten. Es ging also weniger darum, was für ein Studienplan gut für die Studierenden oder das Fach wäre, sondern was für ein Studienplan besonders gut verwaltbar schien. Das haben nun diejenigen auszubaden, die ihre Hausarbeiten unter extremem Zeitdruck verfassen müssen, während sie gleichzeitig noch mehrere Klausuren schreiben. Wir finden es unglaublich, wie hier mit so einer wichtigen Sache wie der universitären Bildung verfahren wird und setzen uns dafür ein, dass an der Uni Hamburg zu einem menschlichen Umgang miteinander gefunden wird.
Wie wollen wir das erreichen? Aus einigen Fachbereichen erreichten uns bereits Stimmen des Widerstands. Es werden z.B. Unterschriften gegen die Abgabetermine gesammelt oder die Anwesenheitslisten verschwinden auf mysteriöse Art und Weise.
Wir von Regenbogen/AL wollen gemeinsam mit Euch gegen die schlechten Bedingungen angehen und vor allem auch wieder die Frage nach einer Uni, wie wir sie uns wünschen, stellen. Deshalb führen wir den ursprünglich für den Wahlkampf eingerichteten Internet-Blog http://allchangeplease.blogsport.de weiter und werden ihn zu einer Plattform für die hier beschriebenen Probleme und den dagegen gerichteten Widerstand machen.
Wenn ihr auch unzufrieden seid und/oder bereits eigene Aktivitäten geplant, vorbereitet, angedacht oder durchgeführt habt, meldet euch gerne bei uns unter der e-mail-adresse rebo-al@gmx.de oder über das Kontaktformular auf dem Blog.
Denn:
Die Uni sind immer noch wir alle!